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A
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| Begriff |
Erklärung |
| Adipositas |
Fettleibigkeit. Für das Normalgewicht Erwachsener gilt folgende Faustregel: Normalgewicht = Körperlänge (in cm) - 100. Abweichungen um 5% nach unten oder oben sind unbedenklich. Erhebliche Abweichungen vom Normalgewicht bedürfen einer ärztlichen Abklärung. |
| Adjuvante Therapie |
Jede „unterstützende“ Therapieform. Wenn nach den vorhergegangenen Therapien kein Tumor mehr nachweisbar ist, aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann, wird adjuvant therapiert, z. B. mit Hormonen oder Zytostatika. |
| Aerosol |
Sprühnebel. In dieser Form werden u.a. Medikamente verabfolgt, die eingeatmet werden sollen, um direkt auf die Schleimhaut der Atmungsorgane einwirken zu können. |
| Allergie |
Überempfindliche Reaktion des Organismus auf bestimmte Substanzen, die sogenannten Allergene. Als häufigste Allergene wirken Blütenstaub (Pollen), bestimmte Nahrungsstoffe, Medikamente, Bakterien, Staub und manche chemischen Verbindungen. Verschiedentlich reagieren Personen auf Kälte, Wärme, Licht und sogar auf seelische Eindrücke mit Zeichen einer Überempfindlichkeit.
Allergische Erscheinungen zeigen sich vorwiegend an bestimmten Körperstellen, insbesondere an Haut, Luftwegen (Bronchien), Augen, Nase und an den Verdauungsorganen. Die häufigsten Allergieformen sind Nesselfieber, Ekzem, Heuschnupfen und Asthma. Die Neigung zu allergischer Erkrankung kann angeboren, aber auch in späteren Lebensjahren erworben sein. Bis heute sind die ursächlichen Zusammenhänge der Allergien nicht restlos geklärt. Selbst winzige Mengen eines Allergens können u. U. schon lebensbedrohliche Erscheinungen auslösen. Bei einer allergischen Reaktion weist das Gewebe der Organe vermehrt eine bestimmte Substanz auf, das Histamin. Antihistaminika, als Medikament verabreicht, können diese allergischen Erscheinungen vermindern. Unter den allergischen Erkrankungen ist das Bronchialasthma besonders ernst. Die Verzweigungen der Bronchien sind durch Verkrampfung verengt, und außerdem sondern sie übermäßig viel zähen Schleim ab, wodurch das Atmen erheblich erschwert wird. Unter Keuchen und Husten hat der Patient das Empfinden, nicht mehr ausatmen zu können und zu ersticken. Asthmaanfälle können Minuten, Stunden oder Tage anhalten. Da länger anhaltendes Asthma eine Schädigung der Lungen bewirkt, sollte unbedingt die auslösende Ursache gefunden werden. |
| analgetisch |
Gegen den Schmerz. |
| Anamnese |
Vorgeschichte. Der Arzt fragt zum Beispiel nach früheren Erkrankungen, Erkrankungen der Familienmitglieder, Symptomen und Beschwerden. |
| Aneurysma |
krankhafte Wandausbuchtung eines arteriellen Blutgefäßes oder der Herzwand |
| Angina pectoris |
ist ein anfallsweise auftretendes Druck- oder Schmerzgefühl hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung meist in den linken Arm und in den Hals. Häufig kommt es zu einem charakteristischen Beengungs- und Vernichtungsgefühl. Typisch ist der meist bestehende Zusammenhang der Beschwerden mit körperlicher Belastung und Kälte. Sie wird verursacht durch eine Arteriosklerose mit Verengung der Herzkranzarterien. |
| Angiokardiographie |
Darstellung des Herzens mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung. |
| Antigen |
Jede Substanz, die von außen kommt und dem Körper „fremd“ erscheint. Antigene regen das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an. |
| Antikoagulation |
Hemmung der Blutgerinnung mittels Medikamenten. |
| Anämie |
Blutarmut. |
| Apnoe |
Atemstillstand. |
| Arrhythmie |
Jeglicher Rhythmus des Herzens, der schneller oder langsamer als die durchschnittliche Herzfrequenz bei den meisten Menschen bzw. unregelmäßig ist. |
| Arteriosklerose |
ist eine chronisch fortschreitende, degenerative Erkrankung der inneren Arterienwandschicht (Intima). Durch fetthaltige Ablagerungen in der Intima entstehen atheromatöse Veränderungen, die zum Zelluntergang und schließlich zu einer starken Vermehrung der Bindegewebsfasern in dieser Wandschicht führen (Sklerose). Herdförmige Ablagerungen von Cholesterinkristallen (Atherome) in der Intima lösen entzündliche Reaktionen aus. Schließlich kommt es zu Kalkablagerungen, die Herde brechen auf, und es entstehen Geschwüre, auf denen sich Blutgerinnsel ablagern können. Der vollständige Verschluß z.B. einer Herzkranzarterie führt zum Herzinfarkt mit Absterben des betroffenen Gewebes. |
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D
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| Begriff |
Erklärung |
| degenerativ |
entartet oder anormal. Durch Schädigung von Zellen als Bausteine der verschiedenen Gewebe kommt es zu einer krankhaften Veränderung der Form und der Funktion des Gewebes (der Muskel bildet sich zurück). Bei einer degenerativen Gelenkerkrankung kommt es zu Verformung und Funktionseinschränkung des Gelenkes. |
| Diabetes mellitus |
ist eine chronische Stoffwechselstörung, bei der es durch unzureichende Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommt. Gleichzeitig ist der Fett- und Eiweißstoffwechsel gestört. Die Behandlung erfolgt bei einem Drittel aller Diabetiker allein mit Diät, bei einem weiteren Drittel mit Tabletten (Antidiabetika), das letzte Drittel muß mit Insulininjektionen behandelt werden. Die Diät des Zuckerkranken soll vor allem kalorien- und fettarm sein. Um stoßartige Belastungen des Stoffwechsels und der Blutzuckerregelung zu vermeiden, sollten sechs Mahlzeiten über den Tag verteilt werden. Der Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für die koronare Herzerkrankung. |
| Dilatation |
Erweiterung. z. B. Ballondilatation. |
| Dilatative Kardiomyopathie |
Eigenständige Herzmuskelkrankheit mit Vergrößerung und Schwächung eines Ventrikels. |
| Doppler |
Österreichischer Physiker, Christian Johann Doppler (1803-1853). Auf seinen Erkenntnissen über die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen beruht ein Untersuchungsprinzip. Der "Doppler" ist meist in Echokardiographiegeräten integriert. Man kann damit Blutflußgeschwindigkeiten messen und diese bei entsprechender Ausrüstung des Geräts auch farbig darstellen (Farbdoppler). |
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E
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| Begriff |
Erklärung |
| Echokardiographie |
Mit Hilfe von Ultraschall gewonnene Schnittbilder des Herzens. Wie beim Echolot werden ausgesandte Schallwellen wieder aufgefangen und sichtbar gemacht. |
| EKG (Elektrokardiogramm) |
eine Methode, um den Herzrhythmus als Ausdruck auf Papier darzustellen. Ein EKG zeigt, wie elektrische Impulse durch das Herz wandern. Der Arzt kann erkennen, was für eine Art von Rhythmus vorliegt, wenn er sich die ausgedruckte Kurve des Herzschlags ansieht. |
| Elektrode |
ein isolierter Draht, der das Herzsignal an den Schrittmacher oder AICD überträgt und die Energie vom Schrittmacher oder AICD an das Herz. Die Elektroden werden durch die Venen im Inneren des Herzens plaziert. |
| Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) |
Ein Test, bei dem Elektroden in das Herz geschoben werden, um die Art der elektrischen Signale im Herzen zu identifizieren und zu messen. Die Testergebnisse können dem Arzt helfen, die abnormalen Herzrhythmen zu erkennen, zu bestimmen, wie gut die Medikamente wirken, und zu entscheiden, was für den Patienten die beste Behandlungsmethode ist. Der Test kann außerdem verwendet werden, um festzustellen, wie gut ein AICD-System bei abnormalen Herzrhythmen arbeitet. |
| Embolie |
Verschluß eines Gefäßes durch einen krankhaften "Klumpen", zum Beispiel durch einen Thrombus oder durch Luft. |
| Endokarditis |
Meist bakterielle Entzündung des Endokards; schwerwiegende Komplikation auch leichterer Herzfehler. |
| Ergometrie |
Messung der Leistungsfähigkeit unter standardisierten Bedingungen, etwa auf dem Laufband oder Fahrrad, bei kleineren Kindern gelegentlich auch in Form von Kniebeugen. |
| Extrasystolen |
Extra- oder Zusatzschläge des Herzens. Man unterscheidet supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen. |
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H
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| Begriff |
Erklärung |
| Herzaufbau und -funktion |
Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Jede Herzhälfte ist in einen muskelschwächeren Vorhof (Atrium) und in eine muskelstärkere Herzkammer (Ventrikel) unterteilt. Das Herz ist in eine bindegewebige Hülle, dem Herzbeutel (Perikard) eingebettet. Die Herzmuskelschicht nennt man Myokard. Sie ist zur Herzhöhle hin von einer dünnen Innenhaut (Endokard) bedeckt. Der rechte Vorhof nimmt das aus dem Körper kommende sauerstoffarme (venöse) Blut auf und leitet es in die rechte Herzkammer weiter. Diese pumpt es durch die Lungenarterie in die Lungen. Von dort gelangt das sauerstoffreiche (arterielle) Blut in den linken Vorhof. Dieser wiederum leitet es in die linke Herzkammer, die es durch die Aorta in den Körper auswirft. Die vier Herzklappen haben eine Ventilfunktion. Um einen Rückfluß des Blutes bei der Kontraktion der Herzkammern (Systole) zu verhindern, verschließen dabei die Trikuspidalklappe sowie die Mitralklappe (Segelklappen=AV-Klappen) den Weg zu den Vorhöfen. Erschlaffen die Herzkammern (Diastole), so verhindern die Pulmonalklappe sowie die Aortenklappe (Taschenklappen) ein Zurückfließen des Blutes in die Kammern. Dabei öffnen sich die Segelklappen, wodurch die Herzkammern wieder mit Blut gefüllt werden können. Alle Herzklappen werden durch die Herzinnenhaut (Endokard) gebildet und durch sehnige Faserplatten verstärkt. Da die linke Herzhälfte stärker arbeiten muß als die rechte, ist die Wandung der linken Herzkammer viel dicker als die der rechten. Die Versorgung der Herzmuskulatur mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut erfolgt in einem eigenen Kreislauf über die Herzkranzgefäße (Koronargefäße). Das Herz eines erwachsenen Menschen schlägt in Ruhe zwischen 60-100mal in der Minute. Dabei fördert das Herz bei jedem Herzschlag zwischen 70-100 ml Blut je Herzkammer. Bei psychischer und physischer Belastung kann die Herzfrequenz sowie die Fördermenge an Blut pro Herzschlag erheblich gesteigert werden. |
| Herzinfarkt |
Untergang eines Gewebsbezirks des Herzens nach schlagartiger Unterbrechung der Blutzufuhr infolge eines Herzkranzgefäßverschlusses. Der Herzinfarkt ist meist mit Schmerzen, Todesangst und Vernichtungsgefühl verbunden. |
| Herzinsuffizienz |
ist eine unzureichende Pumpleistung des Herzmuskels. Dadurch kann der Körper nicht ausreichend mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut versorgt werden. Je nachdem, ob die linke oder die rechte Herzkammer insuffizient ist, spricht man von Links- bzw. Rechtsinsuffizienz. |
| Herzkatheteruntersuchung |
Bei dieser Untersuchung wird ein weicher, dünner Schlauch zum Herz vorgeführt. Durch ihn kann der Blutdruck in den Kammern und Adern gemessen werden, aus kleinen Blutproben wird der Sauerstoffgehalt des Blutes an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen. Durch den Schlauch (Katheter) kann auch Kontrastmittel in die Herzkammern gegeben werden, um eine Röntgenfilm vom Herzen zu drehen (Angiokardiographie). Solche Filme sind oft für eine Operationsplanung notwendig. |
| Herzklappenfehler |
entstehen häufig durch eine Entzündung der Herzinnenhaut (valvuläre Endokarditis). Dies ist eine akut oder chronisch verlaufende Entzündung der Herzklappen. Die Ursachen der Endokarditis sind rheumatische oder bakterielle Erkrankungen. Als Spätfolgen treten Herzklappenfehler auf. Bei einer Herzklappenstenose kommt es durch die Blutstauung vor der erkrankten Klappe zu einer vermehrten Druckbelastung des entsprechenden Herzabschnittes. Bei einer Herzklappeninsuffizienz strömt ein Teil des geförderten Blutes wieder in die auswerfende Herzhöhle zurück. Dadurch entsteht eine vermehrte Volumenbelastung. |
| Herzkranzgefäße (Koronargefäße) |
Feine Gefäße, die den Herzmuskel selbst mit frischem Blut versorgen. Ein Verschluß dieser Gefäße führt zu einem Herzinfarkt. |
| Herzminutenvolumen (HMV) |
Blutmenge, die während einer Minute vom Herzen gepumpt wird. Es stellt auch ein Maß für die Pumpleistung des Herzens dar. |
| Herzrhythmusstörungen |
haben meist ihre Ursache in Grunderkrankungen des Herzens selbst wie Koronarinsuffizienz, Herzinfarkt und Herzentzündungen sowie nichtkardiale Erkrankungen wie Elektrolytstörungen oder hormonelle Erkrankungen. Es kann zu einem unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie), Frequenzbeschleunigung (Tachykardie) und Frequenzverlangsamung (Bradykardie) kommen. |
| Herzschmerzen |
Als Schmerz empfundenes Gefühl am Herzen. Bei Erwachsenen ist es oft das erste Zeichen für eine Koronargefäßerkrankung (Koronargefäße), bei Kindern dagegen sehr selten ein ernst zu nehmendes Symptom. Gelegentlich als Schmerz bezeichnete Mißempfindung bei Rhythmusstörungen. |
| Herzschrittmacher |
Gerät, das mittels elektrischer Ströme den Herzmuskel zu Aktionen anregt. Er kann nach einer Operation vorübergehend notwendig sein, in diesem Fall liegt er außerhalb des Körpers. Bei längerfristiger Notwendigkeit wird ein sehr kleines Gerät eingepflanzt. |
| Histologie |
Lehre von den Geweben des Körpers. Bei der histologischen Untersuchung wird das Gewebe auf seine Bestandteile untersucht. Sie dient damit der Diagnose bei Verdacht auf einen Tumor. |
| Hypertonie |
darunter versteht man die anhaltende Steigerung des mittleren arteriellen Bluthochdruck im Körperkreislauf mit Werten über 160 mmHg systolisch bzw. über 95 mmHg diastolisch (Hg=Quecksilbersäule). Der Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für die koronare Herzerkrankung. |
| Hypertrophe (obstruktive) Kardiomyopathie |
Angeborene, auch vererbbare Verdickung des Herzmuskels. Von "obstruktiv" spricht man, wenn durch die Verdickung der Blutfluß behindert wird. |
| Hypertrophie |
Verdickung des Herzmuskels, zum Beispiel bei einem erschwerten Blutauswurf durch eine verdickte Herzklappe. Auch als eigenständige Herzmuskelkrankheit bekannt hypertrophe Kardiomyopathie). |
| Hypothermie |
Herabsetzung der Körpertemperatur, welche bei aufwendigen Operationen an der Herz-Lungen-Maschine zum Schutz des Gewebes vor Sauerstoffmangel künstlich erzeugt. |
| Hypotonie |
Niedriger Blutdruck. |
| Hämatom |
"Blauer Fleck"; Ansammlung von Blut außerhalb eines Gefäßes. |
| Hämoglobin |
Roter Blutfarbstoff. (Abkürzung: Hb) |
| Hämolyse |
Zerstörung der roten Blutkörperchen. |
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I
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| Begriff |
Erklärung |
| -itis |
Wortendung zur Bezeichnung einer Entzündung, möglicherweise der Infektion eines bestimmten Organs, z.B. Endokarditis, Appendizitis, Meningitis. |
| Immunmodulation |
Beeinflussung des Immunsystems, die von bestimmten Medikamenten bzw. Substanzen ausgeht. |
| Immunstimulation |
Anregung des Immunsystems. |
| Implantat |
Eingepflanztes Fremdteil (z. B. Kunstklappe). |
| Infusion |
medikamentenhaltige Flüssigkeit, die über einen Schlauch in eine Vene gegeben wird. |
| Injektion |
Spritzen von Medikamenten in Gefäße oder Infusionsschläuche. |
| Insuffizienz |
Unfähigkeit, den Bedürfnissen des Körpers nachzukommen ( Herzinsuffizienz). Auch die Undichtigkeit einer Klappe wird als Insuffizienz bezeichnet. |
| Intervention |
Eingreifen. Therapeutische Maßnahme, zum Beispiel Ballondilatation von verengten Herzkranzgefäßen, Sprengung einer verengten Herzklappe während einer Herzkatheteruntersuchung, Ablation einer untypischen Erregungsleitungsbahn, Einbringung eines Stents oder Schirmchen-Okklusion eines Persistierenden Ductus arteriosus. |
| invasiv |
Eingreifend. Z. B. die Herzkatheteruntersuchung gehört zur invasiven, das EKG oder der Herzultraschall zur nichtinvasiven Diagnostik. |
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K
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| Begriff |
Erklärung |
| Kapillaren |
Feinste Blutgefäße, durch deren Wände Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallprodukte gefiltert werden und so in das Gewebe hinein oder aus dem Gewebe heraus transportiert werden. |
| Kardiologie |
Umfaßt Diagnostik und Behandlung der Herz- und Kreislauferkrankungen. |
| Kardiomyopathie |
Krankheit des Herzmuskels mit einer Beeinträchtigung der Herzfunktion. Es gibt drei Formen: die dilatative, hypertrophe und restriktive Kardiomyopathie. |
| Kardioversion |
Das Stoppen einer schnellen Herzfrequenz durch einen elektrischen Impuls, der zur gleichen Zeit wie der Herzschlag abgegeben wird. Eine geringe bis mittlere Energie wird eingesetzt, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. |
| Katecholamine |
Körpereigene Stoffe, die die Schlagkraft des Herzens günstig beeinflussen; auch als Medikamente erhältlich und oft nach Operationen eingesetzt. |
| Katheter |
Dünner Kunststoffschlauch. |
| Kernspintomographie |
Modernes, sehr aufwendiges Verfahren, mit dem detaillierte Bilder vom Körper oder von einzelnen Organen gewonnen werden können. Das Prinzip beruht auf Magnetwellen. Die Patienten müssen bei der Untersuchung in einem tunnelförmigen Untersuchungsgerät längere Zeit sehr ruhig liegen. |
| Knochenszintigraphie |
Wichtiges bildgebendes Verfahren in der Tumordiagnostik. Schwach radioaktive Substanzen (Marker) werden nach der Verabreichung kurzfristig in den Knochen gespeichert und lassen dort krankhafte Veränderungen erkennen. |
| Koronare Herzerkrankung (KHK) |
hierbei besteht ein Mißverhältnis zwischen Blutbedarf und tatsächlicher Durchblutung des Herzmuskels. Ursache ist eine fortschreitende Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Durch fetthaltige Ablagerungen in der Intima entstehen atheromatöse Veränderungen, die zum Zelluntergang und schließlich zu einer starken Vermehrung der Bindegewebsfasern in dieser Wandschicht führen (Sklerose). Herdförmige Ablagerungen von Cholesterinkristallen (Atherome) in der Intima lösen entzündliche Reaktionen aus. Schließlich kommt es zu Kalkablagerungen, die Herde brechen auf, und es entstehen Geschwüre, auf denen sich Blutgerinnsel ablagern können. Der vollständige Verschluß einer Herzkranzarterie führt zum Herzinfarkt mit Absterben des betroffenen Gewebes. |
| Koronargefäße |
Herzkranzgefäße. Es gibt 2 Herzkranzgefäße: Die rechte Herzkranzarterie versorgt vor allem die rechte Herzhälfte, die linke Herzkranzarterie vor allem die linke Herzhälfte. |
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P
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| Begriff |
Erklärung |
| Palliation |
Operation, die eine Herzfehlbildung verbessert beziehungsweise die Möglichkeit von Komplikationen vermindert. Der Herzfehler an sich bleibt bestehen, und kann eventuell zu einem späteren Zeitpunkt korrigiert werden. |
| Palpitationen |
Spürbarer, unangenehm empfundener Herzschlag. |
| Panzerherz |
Bei einer fibrösen Herzbeutelentzündung kommt es durch narbige Veränderungen des Herzbeutels zu einer Füllungsbehinderung der Herzkammern in der Diastole, wodurch die Blutzufuhr zum Herzen gedrosselt wird. Dadurch kann es zu Wasseransammlungen in Lunge, Bauchraum und den Beinen kommen. Bei Einlagerung von Calciumsalzen in den Herzbeutel (pericarditis constrictiva) spricht man von einem Panzerherz. Der Herzbeutel muß dann chirurgisch entfernt werden. |
| Papillarmuskel |
Muskelstrukturen in den Kammern, an deren Spitze Sehnenfäden zu den Vorhofklappen (Mitralklappe) ziehen und diese bewegen. |
| Parese |
Lähmung. |
| paroxysmal |
Plötzlich einsetzend und plötzlich endend. |
| PDA |
siehe Persistierender Ductus arteriosus. |
| Pektoral |
Den Bereich der Brust betreffend. |
| Perikard |
Herzbeutel, Schutzhülle des Herzens. |
| peripher |
vom Herz entfernt. |
| persistierend |
Offen bleibend, sich nicht zurückbildend. |
| Plasma |
Flüssiger Teil des Blutes, also ohne alle Zellen. |
| Plötzlicher Herztod |
Eine Todesart, die mit elektrischen Problemen im Herzen zusammenhängt. (Dies unterscheidet sich vom Herzinfarkt, bei der eine Schädigung des Herzmuskels aufgrund der Blockierung einer Arterie vorliegt, im Gegensatz zu einem elektrischen Problem.) Der plötzliche Herztod wird normalerweise durch eine ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern verursacht. Ein AICD-System kann das Risiko des plötzlichen Herztods jedoch beträchtlich verringern. |
| Pneumothorax |
Luft im Pleuraraum; das Vakuum fehlt, die Lunge fällt in sich zusammen. |
| Polyglobulie |
Vermehrung von Zellen im Blut. Bei lang bestehender Zyanose kommt es zu einer Vermehrung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). |
| Postperikardiotomie-Syndrom |
Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel nach einer Operation, bei der der Herzbeutel geöffnet wurde. Meist mit Fieber und Abgeschlagenheitsgefühl des Patienten. |
| Programmiergerät |
Gerät auf der Basis eines Mikrocomputers, das verwendet wird, um mit einem Herzschrittmacher oder AICD zu kommunizieren. Es stellt während der Tests und den Kontrolluntersuchungen Informationen zur Verfügung. Der Arzt verwendet das Programmiergerät, um den Schrittmacher oder AICD so einzustellen, daß er Arrhythmien wahrnimmt und behandelt. Das Programmiergerät kann dem Arzt z. B. helfen, festzustellen, wann ein Schrittmacher oder AICD ausgetauscht werden muß. |
| Prophylaxe |
Vorbeugung. |
| Präexzitation |
Vorzeitige und untypische elektrische Erregung der Ventrikel über angebotene zusätzliche Leitungsbahnen. |
| Präkordium |
Teil der Brustwand vor dem Herzen. |
| Prämedikation |
Medikamentengabe vor einer Narkose oder einem größeren Eingriff (Herzkatheter), von der der Patient schläfrig ( Sedierung) und gleichgültig wird. |
| psychosomatisch |
Körperlich auffällig aus psychischer Ursache. Psychische Belastungen können körperliche Symptome, zum Beispiel Stresskopfschmerz, hervorrufen. |
| pulmonale Hypertonie |
Blutdruckerhöhung in der Lungenschlagader; besteht diese über längere Zeit, so verändern sich die Lungengefäße schließlich endgültig und der Zustand ist nicht mehr rückgängig zu machen (fixierte pulmonale Hypertonie). obstruktive Lungengefäßkrankheit. |
| Puls |
Fühlbarer Herzschlag in arteriellen Gefäßen. |
| Punktion |
Anstechen von Organen oder Gefäßen mittels einer Hohlnadel. |
| Purkinje-Fasern |
Letzte Ausläufer des Reizleitungssystems in den Hauptkammern. Von hier aus wird der elektrische Impuls an die Herzmuskelfasern weitergegeben. |
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R
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| Begriff |
Erklärung |
| Rauchen |
Nikotin steigert die Herzfrequenz, erhöht den Blutdruck und führt zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut. Rauchen ist ein Risikofaktor für arteriosklerotische Gefäßerkrankungen und die koronare Herzerkrankung. |
| Rechts-Links-Shunt |
Vermischung des sauerstoffarmen mit dem sauerstoffreichen Blut im Körperkreislauf; die Patienten sind zyanotisch |
| Reizleitungssystem |
Elektrischer Schaltkreis des Herzens bestehend aus Sinusknoten, AV-Knoten, His-Bündel, Tawara-Schenkel und Purkinje-Fasern. |
| Reizschwelle |
Niedrigste Schwelle, bei der ein Impuls noch an das Herzmuskelgewebe weitergeleitet wird (Herzschrittmacher). |
| Respirator |
Beatmungsgerät, welches auf einer Intensivstation zur künstlichen Beatmung von Patienten eingesetzt wird. |
| Restenose |
Erneute Verengung einer Klappe nach einer vorangegangenen Erweiterung. |
| restriktive Kardiomyopathie |
Eigenständige Herzmuskelkrankheit mit ausgeprägter Wandversteifung des linken Ventrikels. |
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S
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| Begriff |
Erklärung |
| Salven |
Schnelle Aufeinanderfolge mehrerer Extraschläge des Herzens. |
| Schirmchen-Okklusion |
Verschluß einer pathologischen Querverbindung im Herzen mittels eines Schirmchens, das mit einem Katheter in das Herz gebracht wird (z. B. zum Verschluß eines Vorhofseptumdefektes). |
| Sedierung |
Ruhigstellung mit Hilfe eines Medikaments (Tropfen, Tabletten, Zäpfchen, Spritze). |
| Sepsis |
Infektion mit Ausschwemmen von Bakterien in das Blut. |
| Shunt |
Natürliche oder künstlich geschaffene Verbindung zwischen dem Blutstromgebiet des linken und des rechten Herzens. |
| Shuntvolumen |
Die Menge Blut, die durch eine Verbindung zwischen dem linken und dem rechten Herz hindurchfließt. |
| singulärer Ventrikel |
Eine einzige Kammer versorgt sowohl die Lungenschlagader als auch die Körperschlagader. |
| Sinusknoten |
Ein kleiner Bereich in der oberen rechten Kammer Ihres Herzens, der normalerweise einen elektrischen Impuls erzeugt. Dieser Impuls wandert durch das Herz und bringt es zum Schlagen. |
| Stenose |
Verengung (einer Klappe, eines Gefäßes). |
| Stent |
Röhrenförmiges Gittergeflecht, das mittels eines Herzkatheters zum Beispiel in ein Herzkranzgefäß eingebracht werden kann und dort die Öffnung sicherstellt. |
| Sternotomie |
Ein Längsschnitt durch das Brustbein (Sternum), der vorgenommen wird, wenn eine Operation am Herzen durchgeführt wird. |
| Sternum |
Brustbein. |
| Stethoskop |
Hörrohr des Arztes, mit dem er die Herztöne und -geräusche abhört. |
| Stimulation |
Reizung. Zum Beispiel Anregung des Herzmuskels durch einen Stromimpuls. |
| Stres |
ist ein von Herz Selye 1936 geprägter Begriff für ein generelles Reaktionsmuster, das Menschen als Antwort auf erhöhte Beanspruchung zeigen. Die Belastungen (Stressoren) können psychischer oder physischer Art sein. Dies führt zu einer Überfunktion der Nebennieren mit erhöhter Ausschüttung von Adrenalin. Langdauernder starker Streß kann gesundheitliche Schäden vielfältiger Art verursachen ( koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck, Magengeschwüre). Stridor Geräuschvolle Atmung bedingt durch eine Verengung der Luftwege. |
| Subkutan |
unter der Haut. |
| Sympathikus |
Nervensystem im Körper, das unter anderem am Herzen einen schnelleren Schlag bewirkt. |
| Symptom |
Krankheitszeichen. |
| Syndrom |
Zusammentreffen von mehreren Fehlbildungen, das nach einem erkennbaren Muster in dieser Zusammenstellung auch bei anderen Patienten schon gesehen wurde. |
| Synkope |
Bewußtseinsverlust bei vermindertem Blutfluß zum Gehirn. Als Ursache wird im Gegensatz zum einfachen Kollaps eine Herzrhythmusstörung oder ein angeborener Herzfehler verantwortlich gemacht (Adams-Stokes-Anfall). |
| Systole |
ist die mit der Diastole rhythmisch wechselnde Kontraktionsphase des Herzmuskels vom Beginn der Anspannungszeit bis zum Ende der Austreibungszeit. |
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T
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| Begriff |
Erklärung |
| Tachykardie |
Zu schneller Herzschlag. |
| Telemetrie |
Fernabfrage eines Herzschrittmachers oder AICD durch die Haut hindurch. |
| TGA |
siehe Transposition der großen Arterien. |
| Thrombose |
Verengung oder Verschluß eines Blutgefäßes durch eine Blutverklumpung. |
| Thrombozyten |
Blutplättchen, die durch ihre Klebrigkeit einen Teil des körpereigenen Blutgerinnungssystems darstellen. |
| Thrombus |
Blutverklumpung innerhalb eines Gefäßes oder einer Herzkammer. |
| Trachea |
Luftröhre. |
| Transfusion |
Gabe von Spenderblut, wird meist als Blutbestandteil (Erythrozytenkonzentrat, Frischplasma, Thrombozytenkonzentrat) gegeben. |
| transportiert |
Umgekehrt, vertauscht stehend. |
| Transposition der großen Gefäße (TGA) |
Hierbei handelt es sich um einen anatomischen Defekt, bei dem die Körperhauptschlagader (Aorta) direkt aus der rechten Herzkammer entspringt, die Lungenschlagader dabei aus der linken Herzkammer kommt. Dieses führt zu einer schweren Sauerstoffminderversorgung. Kinder mit einer Transposition der großen Gefäße sind bereits direkt nach der Geburt schwerst blausüchtig (zyanotisch). Eine sofortige Diagnosestellung mittels Echokardiographie oder Herzkatheter muß durchgeführt werden. Bei bestätigter Diagnose wird sofort mittels Herzkathetertechnik ein Vorhofscheidewanddefekt geschaffen, um eine Vermischung des venösen und arteriellen Blutes zu gewährleisten. Eine korrigierende Operation sollte in den ersten Lebenswochen durchgeführt werden. |
| transösophageal |
Durch die Speiseröhre. |
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V
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| Begriff |
Erklärung |
| Vagus |
Nervensystem im Körper, das unter anderem am Herzen einen langsameren Schlag bewirkt. |
| Valvuloplastie |
Aufdehnung einer verengten Klappe, zum Beispiel mit einem Ballonkatheter. |
| Valvulotomie |
Chirurgische Erweiterung einer verengten Klappe. |
| valvulär |
Zur Klappe gehörig. |
| vaskulär |
Zum Gefäßsystem gehörend. |
| Vegetation |
Gewebswucherung an einer Herzklappe infolge einer Infektion (Endokarditis). |
| Vene |
Blutgefäß, welches das Blut zum Herzen hinführt. |
| Ventrikel |
Eine der beiden unteren Kammern des Herzens. Das rechte Ventrikel pumpt Blut in die Lunge, und das linke Ventrikel pumpt mit Sauerstoff angereichertes Blut zurück in den Körper. |
| Ventrikelseptum |
Trennwand zwischen linker und rechter Hauptkammer des Herzens. |
| Ventrikelseptumdefekt (VSD) |
Öffnung bzw. Öffnungen in der Kammerscheidewand, die normalerweise die rechte von der linken Herzkammer trennt. Ein spontaner Verschluß kleiner, besonders muskulärer VSDs ist während der Kindheit möglich. Ein VSD kann zum Herzversagen führen, chirurgische Eingriffe erfordern oder durch Erkrankungen der Lungengefäße kompliziert werden. |
| Ventrikuläre Tachykardie (VT) |
Ein schneller Herzschlag, der von abnormalen Impulsen verursacht wird, die aus einem einzigen Bereich des Ventrikels kommen. Der schnelle Herzschlag von 120-250 Schlägen pro Minute kann zu Schwindelgefühlen, Schwäche, Sehstörungen und schließlich zur Bewußtlosigkeit fuhren. |
| Vorhofseptumdefekt (ASD) |
Defekt in der Scheidewand, die normalerweise die Vorhöfe voneinander trennt. |
| Vorhöfe |
Die oberen Kammern des Herzens, d.h. das rechte und das linke Atrium. Die Vorhöfe sammeln das Blut, wenn es in das Herz strömt, und füllen die unteren Kammern (Ventrikel) mit Blut. |
| Vorlast |
Die Menge Blut, die in das entspannte Herz fließt. |
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