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Behandlungsgebiete des MEDIAN Rehazentrum Daun - Thommener Höhe

Neueste Konzepte

Die innovative Weiterentwicklung unserer individuellen Behandlungsangebote ist uns fortlaufend ein zentrales Anliegen. Neu entwickelt bzw. aktualisiert wurden folgende Konzepte:

Stationäre Entwöhnungsbehandlung für schwangere Frauen

Die Nachricht, schwanger zu sein, kann starke und oft widersprüchliche Gefühle auslösen. Neben einer Freude auf das Kind können Sorgen um dessen Gesundheit und Angst vor der neuen Verantwortung stehen.

Bei geplanter oder bereits eingetretener Schwangerschaft ist zum Schutze des Kindes eine absolute Suchtmittelabstinenz erforderlich. Alkohol, Drogen, Benzodiazepine und Nikotin sind "placentagängige" Stoffe, die über das mütterliche Blut in den Embryo bzw. Fötus gelangen, so dass das ungeborene Kind die Suchtstoffe ebenso wie die Mutter aufnimmt. Infolge von Alkoholexzessen und chronischem Alkoholkonsum im Rahmen einer Abhängigkeit der Mutter besteht ein hohes Risiko, dass das Kind ein sogenanntes Fetales Alkoholsyndrom (FAS, auch Alkoholembryopathie genannt) ausbildet.

Russischsprachige Migranten

Deutschstämmige Spätaussiedler leben oft zwischen verschiedenen Kulturen. Ungewissheit über die Ausreise, übersteigerte Erwartungen und ein idealisiertes Deutschlandbild bringen oft Probleme mit sich und verstärken durch ein Gefühl der Entwurzelung, Unsicherheit und psychischen Überforderungen oft den schon in der Heimat vorhandenen Suchtmittelmissbrauch. Die Behandlung von russischsprachigen Aussiedlern im MEDIAN Rehazentrum Daun - Thommener Höhe bedeutet bei erfolgreicher Therapie die Chance zur dauerhaften Integration, die Herstellung und Erhaltung der Erwerbsfähigkeit und nicht zuletzt die Überwindung von Generationskonflikten in den Familien. Die Behandlung findet in einer gesonderten Bezugsgruppe statt, ein russischsprachiges Team – zwei Ärzte, zwei Diplom-Psychologinnen, drei Pflegekräfte – begleiten die Patienten. Neben der deutsch- bzw. russischsprachigen Gruppentherapie wird eine indikative Gruppe in russischer Sprache sowie eine Einzeltherapie in der Muttersprache angeboten. Außerdem ist patientengerechte Literatur in russischer Sprache zur Information über Abhängigkeitserkrankungen vorhanden. Ein begleitender Deutsch-Sprachkurs mit regelmäßig zweimal wöchentlich stattfindenden Unterrichtseinheiten gehört zum Standardprogramm dieser Gruppe.

Stationäre Motivierungsbehandlung

In Kooperation mit Betriebskrankenkassen kann eine bis zu 4-wöchige Stationäre Motivierungsbehandlung im MEDIAN Rehazentrum Daun zur Abklärung des Krankheitsbildes und weiterer Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Medikamentenabhängigkeit

In Deutschland sind ca. 1,9 Millionen Menschen medikamentenabhängig, insbesondere von Schlaf-, Beruhigungs- sowie von Schmerzmitteln. Die Behandlung der Medikamentenabhängigkeit erfolgt in einer darauf spezialisierten Bezugsgruppe.

Wen behandeln wir

Wir führen im MEDIAN Rehazentrum Daun - Thommener Höhe und im MEDIAN Rehazentrum Daun - Am Rosenberg Entwöhnungsbehandlungen für weibliche und männliche Patienten ab 18 Jahren für folgende Abhängigkeitserkrankungen durch:

  • Abhängigkeit bzw. Missbrauch von Alkohol
  • Abhängigkeit bzw. Missbrauch von Medikamenten, insbesondere Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Stimulanzien
  • Missbrauch von Medikamenten (Antidepressiva, Neuroleptika, Laxantien, frei verkäufliche Schmerzmittel)

Aufgrund der umfangreichen medizinisch-diagnostischen Ausstattung kann eine umfassende medizinische Versorgung sichergestellt werden (auch dialysepflichtige Patienten mit einer Abhängigkeitserkrankung können bei uns behandelt werden).

Bei abhängigen Patienten häufig vorkommende psychische Erkrankungen, z. B. Angsterkrankungen, Depressionen, Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen sowie chronische Schmerzsyndrome werden psychotherapeutisch und ggf. psychopharmakologisch mitbehandelt.

Für tabakabhängige Patienten bieten wir spezielle Nichtrauchermotivations- und Entwöhnungsprogramme an.

  • Sucht und Therapie kennen keine Altersgrenzen

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?"

Sucht und Therapie kennen keine Altersgrenzen

Sucht im Alter ist noch immer ein Randthema für die Suchtrehabilitation. Sucht jedoch kennt keine Altersgrenzen. In jedem Lebensalter gibt es Krisen und Gefährdungen, die zu einer Suchtentwicklung führen können. Die DHS geht aufgrund verschiedener Studien und Untersuchungen davon aus, dass etwa 2-3 % der Männer und 0,5 – 1 % der Frauen im Alter über 60 Jahren von Alkoholmissbrauch oder Alkoholabhängigkeit betroffen sind. Bei der Medikamentenabhängigkeit sind wesentlich mehr ältere Menschen betroffen. Zwischen 8 % und 13 % der über 60-Jährigen weisen einen problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente bzw. von Schmerzmitteln auf. Dies entspricht ca. 1,7 bis 2,8 Mio. Frauen und Männer in Deutschland. Häufig wird die im Alter notwendig werdende Dauermedikation erhöht und damit das Risiko des Abhängigwerdens, insbesondere bei Frauen, in Kauf genommen.

Durch die demografische Entwicklung gewinnt der Alkohol- und Medikamentenmissbrauch bei über 60jährigen zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der Betroffenen wird daher voraussichtlich weiter steigen. Mechtild Dyckmanns, ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, stufte „Unabhängigkeit im Alter -Sucht im Alter“ anlässlich der gleichlautenden Jahrestagung im Juni 2013 daher als eines der großen Themen der deutschen Sucht- und Drogenpolitik in den kommenden Jahren ein.

Übermäßiger Alkohol- und Medikamentenkonsum gefährdet nicht nur die Gesundheit im Alter, sondern auch ein selbstständiges, selbstbestimmtes und aktives Leben. So steigt bei langfristigem Konsum psychotroper (auf die Psyche wirkender) Medikamente die Sturzgefahr und damit die Gefahr vor schweren Verletzungen. Gleichzeitig sinkt die Gedächtnisleistung. Häufig werden jedoch die mit Alkohol- und Arzneimittelabhängigkeit verbundenen Stürze, Depressionen und Verwirrtheitszustände dem hohen Lebensalter zugeschrieben oder mit Symptomen alterstypischer Erkrankungen verwechselt. Das eigentliche Problem bleibt so unentdeckt.

Längst sind die weit verbreiteten Vorurteile „Das lohnt sich nicht mehr“ und „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ entkräftet. Studien belegen, dass ältere Menschen von Beratung und Therapie in gleichem Maße so profitieren wie jüngere. Die wissenschaftliche Begleitforschung im MEDIAN Rehazentrum Daun bestätigt diese Erkenntnisse: Die regelmäßig durchgeführten 1-Jahreskatamnesen zeigen, dass die Abstinenzquoten der Senioren nach einem Jahr im Schnitt ca.15% über dem Durchschnitt liegen. Therapie lohnt sich also – in jedem Alter!

Bewährt hat sich hierbei insbesondere die Behandlung in altershomogenen Therapiegruppen. Das MEDIAN Rehazentrum Daun - Thommener Höhe verfügt über eine inzwischen 25-jährige Erfahrung in der Behandlung von alkohol- und/oder medikamentenabhängigen Frauen und Männern im höheren Lebensalter. In 2 altershomogenen (50-80 Jahre) Bezugsgruppen wird gezielt auf altersbedingte Lebensprobleme wie etwa Berentung, Verlust von Angehörigen, körperliche Einschränkungen und Einsamkeit eingegangen. Therapieziel ist die Rückgewinnung eines selbstbestimmten und unabhängigen Lebens.

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Abhängigkeitserkrankungen

Entwöhnungsbehandlung

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Suchthotline

Suchterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in den Industrienationen – egal ob legale Suchtmittel wie Alkohol, Tabak und seit April 2024 auch Cannabis, illegale Drogen wie Kokain oder Amphetamine oder nicht-stoffgebundenen Verhaltenssüchte wie pathologisc…

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